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Bund Future - Erwartete Trading Range: 162.79-163.92
Helaba Floor Research - Bonds - 06.12.2017

Trading Range: 162.79-163.92
Tendenz freundlich


Die Umfragen der Einkaufsmanager aus dem Dienstleistungssektor Spaniens (54.4) und Italiens (54.7) hatten keinen Einfluss auf die endgültigen Erhebungen in der Eurozone (56.2). In Großbritannien (53.8 nach 55.6) hinterlassen die stockenden Brexit- Verhandlungen jetzt deutliche Spuren.

Auch die getrübte Stimmung bei den hiesigen Einkäufern nahmen Anleger zum Anlass, die Gewinne vom Wochenstart erst einmal einzufahren. An den Rentenmärkten bestimmte dagegen der bevorstehende Wechsel des Terminkontraktes an der EUREX das Geschehen. Mit den etwas schwächeren Stimmungsindikatoren in den USA und der Ankündigung des US- Präsidenten, Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen zu wollen, stieg die Nachfrage.

Bundesanleihen bauten im Handelsverlauf ihre Gewinne kontinuierlich aus. Umsätze in der Kasse fanden jedoch nur sporadisch statt. Gesucht waren überwiegend ultralange Laufzeiten. Die heute anstehende Versteigerung von wenigen 2 Mrd. Euro der 10-jährigen Bundesanleihe fiel kaum ins Gewicht. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln verringerte sich auf 81 BP. 10-jährige Bonds aus Frankreich (0.62 %) und Belgien (0.50 %) liefen im Gleichschritt mit Bunds.

Anleihen der EU- Peripherie litten nach einem erfreulichen Wochenauftakt unter moderaten Gewinnmitnahmen. Die Aufhebung der europäischen Haftbefehle des Obersten Gerichts Spaniens gegen den abgesetzten katalanischen Präsidenten Puigdemont und vier seiner Minister lockte kaum Anleger aus der Reserve. Der Risikoaufschlag 10-jähriger italienischer (1.69 %) und spanischer Bonds (1.40 %) weitete sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen geringfügig aus. Portugiesische Staatsanleihen (1.85 %) waren besser gesucht und machten gegen Bunds einen BP gut. Die Rendite 10-jähriger Helenen-Bonds fiel nach der Umtauschaktion auf 4.79 % (-16 BP).



Am US- Bondmarkt sind die Renditen mit zunehmender Verunsicherung und steigender Risikoaversion deutlich gefallen. Die etwas schlechtere Stimmung im Dienstleistungssektor mag dazu beigetragen haben, Zweifel über die Machbarkeit der Steuerreform sowie die geplante Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch Donald Trump drängten Anleger in die Defensive. Der ISM- Index des Servicesektors konnte zwar seinen Rekordstand nicht halten, der Rückgang von 60.1 auf 57.4 Punkte lässt aber kaum Zweifel am Wirtschaftsaufschwung aufkommen. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigen Treasuries verringerte sich weiter auf 59.5 BP. In Fernost setzen US- Treasuries angesichts schwacher Vorgaben von den Aktienbörsen ihre freundliche Tendenz fort.

Der Bund- Kontrakt (163.28) legte 30 Stellen zu, Bobl (131.52) und Schatz (112.16) gingen 18 bzw. 5 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 0.31 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 105 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 5 BP niedriger bei 2.34 %. Der Euro gibt auf 1.184 Dollar nach, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 57.4 Dollar.

Heute stehen zunächst die Auftragseingänge bei der deutschen Industrie im Fokus der Anleger. Nach den doch sehr starken Zuwächsen im September ist im Oktober (-0.2 %/7 %) mit einer Beruhigung zu rechnen.

Am Nachmittag liefert der ADP- Beschäftigungsreport (190K) eine letzte wichtige Indikation für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Das Augenmerk richtet sich jedoch verstärkt auf Lohninflation, die nur sehr zögerlich ansteigt. Die Inflationserwartungen als Frühindikator der Kernteuerung steigen allerdings schon seit geraumer Zeit deutlich an.

Am Primärmarkt stockt die Finanzagentur des Bundes die 10-jährige Bundesanleihe um 2 Mrd. Euro auf. Spanien bietet am Donnerstag 5-,10- und 24- jährige SPGBs sowie 4- jährige Linker um voraussichtlich 3.25-4.75 Mrd. Euro an. Frankreich versteigert 4 Mrd. Euro in Laufzeiten November 2026, April 2029 und Juni 2039.

Das Land NRW begab eine im Februar 2043 fällige Landesschatzanweisung im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +4 BP.

Technik:



Der Bund-Future legte nach einem von Roll-Aktivitäten dominierten Handel moderat zu und schloss (163.28) 30 Stellen über Vortagsniveau. Der Wechsel schlägt mit einem Abschlag von circa 30 Ticks zu Buche. Das technische Bild im Tageschart hellt sich leicht auf, der Schwung lässt zu wünschen übrig. Auf Wochenbasis bleibt die Lage unübersichtlich.

Widerstände sehen wir bei 163.35 (Hoch v. 05.12.), 163 67/71 (Hoch v. 1.12./Trend), 163.92 (Hoch v. 01.12. cont.), 164.36 (Tief v. 25.08.cont.), 165.51 (Trend), 164.84 (Tief v. 05.09.cont.) und 165.18 (Tief v. 07.09./Gap/Wochentrend).

Unterstützungen liegen bei 163.01 (Hoch v. 28.11.), 162.79 (Tief v. 05.12.), 162.57 (Hoch v.30.11.), 162.19 (Trendlinie), 162.24 (Tief v. 30.11.), 162.07 (Tief v. 29.11.) und 161.93 (Tief v. 30.11.).

Unterstützungen 163.01 162.79 162.57
Widerstände 163.67 163.92 164.36


Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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