Kolumnen & Analysen Devisen

Cambridge University: Der Markt für Kryptowährungen wächst um 300 Prozent
LYNX Broker - Trading Business - 20.11.2017

Seit ihrer Einführung im Jahr 2009 hat die erste Kryptowährung Bitcoin extrem an Wert gewonnen und ist zu einem beliebten Spekulationsobjekt geworden. Allein im vergangenen Jahr hat sich der Wert des Cybergeldes etwa verzehnfacht. Dieser Erfolg lockt natürlich auch Nachahmer und so haben sich neben dem Bitcoin weitere Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple oder Litecoin etabliert. Doch es profitieren nicht nur die Anleger, sondern auch die Anbieter von Dienstleistungen rund um das Geschäft mit den digitalen Zahlungsmitteln. Hier hat sich mittlerweile eine ganze Industrie mit unterschiedlichen Akteuren entwickelt. Diese wurde nun in der aktuellen „GLOBAL CRYPTOCURRENCY BENCHMARKING STUDY“ der Cambridge University erstmals wissenschaftlich untersucht.

Für das Verständnis der Studie ist es wichtig, zu wissen, welche Dienstleister sich auf dem Markt der Kryptowährungen bewegen. Die Forscher nennen an dieser Stelle Marktplätze (Exchanges), auf denen zum einen zwischen den kryptografischen aber auch in nationale Währungen getauscht werden kann. Der zweite Akteur sind Anbieter von „Wallets“, einer Art Geldbörse für die Aufbewahrung der Cyberwährungen. Dabei gibt es sowohl virtuelle Wallets als auch physische in Form eines verschlüsselten Speichermediums. Der dritte Sektor sind die Zahlungsdienstleister (Payment). Sie sorgen dafür, dass mit Bitcoin und Co. auch Zahlungen vorgenommen werden können. Das kann entweder im Nominalwert einer nationalen Währung geschehen oder direkt innerhalb der Kryptowährung. Zu guter Letzt gibt es noch die Schürfer (Mining). Sie „produzieren“ mittels gewaltiger Rechenleistung neue Bitcoins. Während es sich in der Anfangszeit des Bitcoins oft noch um Privatpersonen handelte, stecken heute Unternehmen hinter diesen Operationen. Der Grund ist einfach: Die Rechenleistung, die für das Bitcoinschürfen mittlerweile gebraucht wird, kann von Einzelnen gar nicht mehr wirtschaftlich erbracht werden.

Marktkapitalisierung verdreifacht sich innerhalb eines Jahres



„Das Thema Kryptowährungen ist durch die Aufmerksamkeit, die insbesondere der Bitcoin in den Medien erfährt, in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit gelangt. Auch das Bild, das viele Menschen von den neuen Währungen haben, ändert sich langsam vom Zahlungsmittel für dubiose Geschäfte im Darknet hin zu einem ernstzunehmenden Anlageobjekt“, erklärt Klaus Schulz, COO von des Online-Brokers LYNX Broker. Diese Einschätzung bestätigt auch die Studie: Von Februar 2016 bis März 2017 hat sich die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen mehr als verdreifacht. Den Großteil des Volumens erbringt immer noch der Bitcoin, allerdings holen auch die anderen Währungen wie Ethereum, DASH, monero und Litecoin immer weiter auf. Konnte der Bitcoin im März 2015 noch rund 86 Prozent der Marktanteile auf sich vereinen, waren es zwei Jahre später nur noch 72 Prozent. Im gleichen Zeitraum konnte Ethereum von Null auf 16 Prozent wachsen.

Derzeit existieren laut Studie zwischen 2,9 und 5,8 Millionen Nutzer von Wallets. „Das ist natürlich eine große Spannbreite, allerdings ist es schwierig genauere Zahlen zu schätzen, da viele Nutzer verschiedene Wallets für unterschiedliche Währungen besitzen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dass mehrere Nutzer ihre Guthaben gemeinsam in einer großen Wallet aufbewahren, was das Bild weiter verzerrt“, erklärt Schulz. Als gesichert kann jedoch gelten, dass die Zahl der Nutzer in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Die Studie nennt für 2013 eine Spanne zwischen 0,3 und 1,3 Millionen Besitzer von Kryptowährungen. Parallel zu den Nutzerzahlen ist auch die Zahl der Beschäftigten in der Kryptowährungsindustrie gewachsen. Die Forscher schätzen, dass mittlerweile rund 2000 Menschen Vollzeit in der Branche arbeiten, auch wenn nicht alle Mining-Unternehmen Zahlen preisgegeben haben.

Interesse ungebrochen – Hype fördert Blasenbildung



„Man kann davon ausgehen, dass der Markt für Kryptowährungen weiter wachsen wird und sich zusätzliche Anlageprodukte rund um Bitcoin, Ethereum und Co. entwickeln werden. Erst kürzlich kündigte die Chicago Mercantile Exchange Group (CME) einen Future auf den Bitcoin an. Trotzdem muss man sie auch kritisch sehen und die Risiken aufzeigen. Aktuell lässt sich die Tendenz beobachten, dass der Bitcoin sich von seinem ursprünglichen Zweck als notenbankunabhängiges Zahlungsmittel immer mehr in Richtung eines Spekulationsobjekts bewegt – und wie bei jedem anderen gehypten Anlageprodukt besteht auch hier die Gefahr einer Blasenbildung“, warnt Schulz. Hinzu kommt, dass sich der Markt immer weiter aufspaltet. Rund 1.200 Kryptowährungen gibt es bereits und das dürfte noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Trotzdem: Das Interesse ist ungebrochen und die Industrie wächst immer weiter. Ob es sich beim digitalen Geld jedoch um das Zahlungsmittel der Zukunft oder um einen kurzfristigen Hype handelt, lässt sich aktuell noch nicht mit Bestimmtheit sagen.

Autor: LYNX Broker - Sonstige Hinweise: http://bit.ly/2p3NOQ7

Aktuelle Kolumnen & Analysen

DOW JONES - Entscheidende Marke voraus!
Admiral Markets - Indizes - 24.02.2018
(Markt-)Technische Analyse des Dow Jones-Index DJI30 CFD innerhalb der Handelswoche 08.2018 Der große Aufwärtstrend im Dow-Jones (siehe kobaltblauer diagonaler Linienverlauf) ist mit Überschreitung der 25.300 intakt und befindet sich derzeit in einer untergeordneten Bewegungsphase in Richtung des Hochs bei 25.440. ... mehr

Grüner Fisher: Werden Korrekturen wirklich immer heftiger?
Börse Frankfurt - Indizes - 23.02.2018
23. Februar 2018. FRANKFURT (Grüner Fisher). Hilfe, Korrektur! Wenn die Volatilität zuschlägt, prasseln negative Schlagzeilen von allen Seiten auf die Anleger ein. Möglichst große Zahlen, mit einem dicken Minus versehen, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Es gilt, diese vermeintlich großen Zahlen in den korrekten Kontext zu setzen. ... mehr

Anleihen: Zinsanstieg legt Pause ein
Börse Frankfurt - Bonds - 23.02.2018
23. Februar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach vielen Wochen rückläufiger Anleihekurse und anziehender Zinsen ist der Markt in dieser Woche von einer gegenläufigen Bewegung geprägt. "Der Zinsanstieg hier und in den USA scheint erst einmal ausgebremst", stellt Arthur Brunner von der ICF Bank fest. Zwar sei es klar, dass die Zeit der ultralockeren Geldpolitik vorbei sei, eine "krasse" Zinswende werde aber nicht erwartet. ... mehr

4x Report: US-Aktien in ruhigerem Fahrwasser – Walmart, Tokai Carbon und Bouygues im Fokus – Gazprom gefragt
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.02.2018
An den amerikanischen Aktienmärkten könnte diese Woche das Motto lauten: „Wie gewonnen, so zerronnen“, resümierte Marc Pusch von der Baader Bank AG in Stuttgart. Gegenüber der Vorwoche notieren die Indizes leicht im Minus. Die Aktien von Walmart (WKN: 860853) standen in dieser Woche im Mittelpunkt des Geschehens. ... mehr

Euwax Trends: Chance vertan - Dax tritt zum Wochenausklang auf der Stelle - TV Sternchen lässt Snapkurs abstürzen
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.02.2018
Zum Abschluss der Zitterwoche sucht der Dax die Richtung und pendelt um den Schlusskurs vom Donnerstag. Rückenwind kommt von der Börse an der Wall Street. VW legt Eckdaten zum Schlussquartal vor Wichtig heute neben vereinzelten Bilanzen, wie z.B. Volkswagen, auch die Zahlen zum deutschen Wirtschaftswachstum und die europäischen Inflationsdaten. Die US-Börsen hatten am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. ... mehr

Halvers Woche: Zeigt Inflation wieder ihre hässliche Fratze?
Börse Frankfurt - Indizes - 23.02.2018
23. Februar 2018. MÜNCHEN (Baader Bank). Die Happy Hour am Kapitalmarkt - so die Angst vieler Anleger - scheint vorbei zu sein, dafür aber sein Untergang nah. Denn die Inflation werde nach einer gefühlten Ewigkeit wieder sprießen wie Unkraut im Frühling. Und dann würde das Ungemach beginnen. Denn steigt die Teuerung, steigen auch die Zinsen. Schließlich wollen Anleger einen Inflationsausgleich haben. ... mehr

Halvers Kapitalmarkt-Monitor: Über Bella Italia lacht die Sonne, über die Romanische Schuldenunion die ganze Finanz-Welt
R. Halver I Baader Markets - Indizes - 23.02.2018
Italien als drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone ist Euro-systemrelevant. Sollte Italien also im Rahmen der Nationalwahlen am 4. März Euro-kritisch wählen, würde die politische Euro-Krise wiederauferstehen. Ein Euro-Austritt ist im Wahlkampf jedoch in den Hintergrund getreten. Der wirtschaftlich schmerzhafte Scheidungsprozess der Briten von der EU wirkt wohl abschreckend, zumal ein Austritt aus der Eurozone noch fatalere Auswirkungen hätte. ... mehr

Wochenbarometer Devisenmärkte - 08. KW 2018
HSH Nordbank Research - Forex - 23.02.2018
Dollar-Erholung auf breiter Flur schwächt EUR und JPY. GBP im Aufwind trotz Brexit-Sorgen. EUR/USD: Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar deutlich an Boden und notiert gegenwärtig bei 1,2270 US-Dollar. Die Dollar-Erholung wird auf einer breiten Front getragen. So konnte der Dollar-Index sein Sechs-Monat-Tief bei 88,14 verlassen und die Marke von 90 Zählern zurückerobern. ... mehr

Wochenbarometer Rentenmärkte - 08. KW 2018
HSH Nordbank Research - Bonds - 23.02.2018
Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen blieben nahezu unverändert zur Vorwoche und liegen aktuell bei 0,73 % (Vorwoche 0,75 %). Ihre US-amerikanischen Pendants verteidigten ihr Mehrjahreshoch aus der Vorwoche und rentieren gegenwärtig bei 2,93 %. Während die konjunkturellen Indikatoren auf beiden Seiten des Atlantiks unterschiedlich ausfielen, sollte die Italien-Wahl am ersten März-Wochenende allmählich in den Fokus des Anleihemarkts rücken. ... mehr

DAX scheitert zunächst am Widerstand – Wall Street sendet positives Signal
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2018
Das wichtige Signal des gestrigen Handelstages an der Wall Street war, dass es zwar wie am Dienstag und Mittwoch auch erneut Verkäufe gegeben hat, die Käufer aber den Großteil der zuvor aufgelaufenen Gewinne gegen dieses Verkaufsaufkommen verteidigen konnten. Das ist ein bullisches Signal, welches auch die vorbörsliche Indikation für die Wall Street gut aussehen lässt. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<