Kolumnen & Analysen Devisen

Anleihen: Unter dem Strich kaum Veränderung
Börse Frankfurt - Bonds - 10.11.2017

10. November 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es war eine durchaus bewegte Woche am Anleihemarkt. "Die Kursschwankungen waren hoch", berichtet Arthur Brunner von der ICF Bank. Erst legten die Kurse weiter zu, am gestrigen Donnerstag folgten Verluste. "Das waren, wie am Aktienmarkt, Gewinnmitnahmen."

Auf Wochensicht gibt es beim Euro-Bund-Future kaum Veränderung: Am Freitagmittag liegt der Indikator bei 162,78 Punkten nach 162,63 vor einer Woche. Zehnjährige Bundesanleihen werfen 0,39 Prozent ab nach 0,37 vergangenen Freitag - im Tief waren es diese Woche 0,31 Prozent.

Anhaltender Seitwärtstrend



Klaus Stopp von der Baader Bank geht davon aus, dass es auch in den kommenden Wochen bei der Seitwärtsbewegung auf hohem Level bleiben wird. "Bereits in sechs Wochen ist Weihnachten, und in den noch verbleibenden Handelswochen werden nur noch in Extremsituationen neue Positionen eingegangen", meint der Händler. Die Fed-Sitzung am 13. Dezember sei das einzige Highlight der kommenden Wochen.

Noch Potenzial in Südeuropa



Markus Koch von der Commerzbank weist darauf hin, dass sich die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen seit nunmehr zwölf Monaten zwischen 0,2 bis 0,5 Prozent bewegen. "Eine solch enge Spanne war über einen solch langen Zeitraum seit Gründung der Währungsunion nur selten zu beobachten, und sie könnte in den kommenden Wochen auch Bestand haben." Die Sorgen um den Bestand der Währungsunion haben sich Koch zufolge wegen des kräftigen und breiten Aufschwungs im Euroraum deutlich verringert und dürften vorerst auch nicht wiederkehren. "Darum dürften sich Peripherietitel überdurchschnittlich entwickeln." Dies gelte insbesondere für spanische Langläufer.

Leichte Gewinne bei Venezuela-Bonds



Venezuela-Anleihen haben sich zuletzt etwas erholt, nachdem sie mit der Ankündigung einer Umschuldung der Auslandsschulden vergangene Woche kräftig verloren hatten. Der bis 2026 laufende Bond mit Kupon von 11,75 Prozent (WKN A1GWK1), der von 42 bis auf 18,35 Prozent gefallen war, wird jetzt wieder zu 25 Prozent gehandelt. Die bis 2028 laufende Anleihe mit Kupon von 9,25 Prozent (WKN A0TU0G) erholte sich nach dem Rückgang von 35 auf 18,50 Prozent auf aktuell 23 Prozent.

"Positiv stimmt wohl, dass der venezolanische Ölkonzern PDVSA 1,1 Milliarden US-Dollar an Tilgungszahlungen geleistet hat", berichtet Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. "Dass es eine Umschuldung geben wird, scheint klar, die Frage ist nur, wie viel Geld die Anleihegläubiger bekommen." Russlands Finanzministerium hat heute erklärt, dass Venezuelas Schulden in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar gegenüber Moskau restrukturiert werden.

Hybride gefragt



Gesucht waren abermals Hybrid-Anleihen, wie Brunner berichtet, etwa von VW. Ebenfalls gut an kamen dem Händler zufolge Papiere der Otto GmbH & Co KG (WKN A2E4BN, A2AAWQ). Eine rege Nachfrage hat er außerdem bei einer Nullkuponanleihe der Europäischen Investitionsbank EIB in türkischen Lira beobachtet (WKN A0N19L), die bei einem Kurs von aktuell 60,63 Prozent eine Rendite von 10,7 Prozent bietet. "Da wird wohl auf die Lira-Entwicklung gesetzt, allerdings schwankt die türkische Währung stark."

Frisches Geld für Daimler, Apple und BASF



Neues gab es in dieser Woche von Daimler: Der Autobauer brachte einen 1 Milliarde Euro schweren Bond (WKN A2GSLY) auf den Markt mit Kupon von 1 Prozent und Laufzeit bis November 2027. Die Stückelung ist mit 1.000 Euro privatanlegerfreundlich. "Viel Interesse sehen wir aber nicht", stellt Daniel fest.

Anleihen im Wert von insgesamt 7 Milliarden US-Dollar platzierte unterdessen Apple. Aufgeteilt ist die Emission auf sechs Tranchen mit Laufzeiten von 2, 3, 6, 8, 10 und 30 Jahren und Verzinsung von 1,8 Prozent (WKN A19R30), 2 Prozent (WKN A19R31), 2,4 Prozent (WKN A19R32), 2,75 Prozent (WKN A19R33), 3 Prozent (WKN A19R34) und 3,75 Prozent (WKN A19R35). "Mit einer Stückelung von 2.000 US-Dollar sind diese auch für Privatanleger geeignet", bemerkt Brunner. Geld braucht Apple eigentlich nicht: Das Unternehmen verfügte zuletzt über Barmittel und marktfähige Wertpapiere im Volumen von 269 Milliarden US-Dollar. Mit den Anleihen sollen die aktuellen Dividenden und Aktienrückkäufe finanziert werden.

Außerdem kam Brunner zufolge BASF mit neuen Papieren auf den Markt. Bei der einen Tranche (ISIN XS1718417717) liegt der Kupon bei 1,625 Prozent bei einer Laufzeit bis 2037, bei der anderen (ISIN XS1718418103) bei 0,875 Prozent bei einer Laufzeit bis 2027. Dazu kommt ein Floater (ISIN XS1718416586).

von: Anna-Maria Borse
10. November 2017, © Deutsche Börse AG

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Bitcoin zeitweise mit Verlust von satten 25 Prozent
DailyFX - Marktberichte - 17.01.2018
Die digitale Währung Bitcoin musste am gestrigen Handelstag einen Verlust von satten 25 Prozent im Vergleich zum Vortag einbüßen. Der Plattform Bitstamp zufolge fiel der Kurs zeitweise bis auf 10.182 US- Dollar. Aus Anlegersicht liegen die Nerven derzeit regelrecht blank. Die Cyberwährung konnte sich in jüngster Vergangenheit von ähnlichen Kursrückschlägen relativ zeitnah erholen. ... mehr

DAX: Wie gewonnen so zerronnen
IG Markets Research - Marktberichte - 17.01.2018
17.01.2018 – 07:20 Uhr (Werbemitteilung): Gestern dürften sich die Anleger die Augen gerieben haben. Bis zum Nachmittag befand sich der deutsche Leitindex deutlich in der Gewinnzone. Doch dann ging es auf dem Frankfurter Börsenparkett plötzlich und ein wenig überraschend abwärts. Und dies obwohl der Euro ein wenig schwächelte. Am Ende des Tages stand ein kleines Plus von 0,3% auf der Kurstafel. ... mehr

Liegen die Gründe für den Krypto-Pullback in Fernost?
etoro Research - Trading Business - 16.01.2018
Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die jüngsten Preisstürze am Markt für Kryptowährungen: Auf dem Markt für Kryptowährungen geht es aktuell drunter und drüber. Panische Verkäufe haben für enorme Preisbewegungen gesorgt. Der Grund für den Abverkauf ist nicht eindeutig. Auffällig aber sind vor allem niedrigere Handelsvolumina in Japan und Südkorea als üblich. ... mehr

ETFs: Mitmischen bei US-Rekordjagd
Mike C. Kock - Indizes - 16.01.2018
16. Januar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Angesichts des anhaltenden Höhenflugs von S&P 500 und Dow Jones konzentrieren sich ETF-Anleger auf US-Aktien, während europäische Titel weniger beachtet werden. Der Dow Jones kletterte vergangene Woche von Rekordhoch zu Rekordhoch, zuletzt erreichte der Index 26.026 Punkte. ... mehr

Euwax Trends: Dax arbeitet sich vorwärts – Euro bleibt hoch - US Bilanzsaison läuft an
Börse Stuttgart - Marktberichte - 16.01.2018
Gewinne an den asiatischen Börsen stützen am Dienstag den deutschen Aktienmarkt und sorgen für eine moderate Erholungsbewegung. Bremsend wirkt allerdings nach wie vor der starke Euro. Hugo Boss und Rational klettern nach guten Zahlen. Der Dax öffnet freundlich, fällt dann zurück auf den Vortages-Schlusskurs und arbeitet sich dann wieder nach oben und klettert über 13.300 Punkte. Charttechnisch betrachtet hält die Richtungssuche also weiter an. ... mehr

Leitindex S&P 500 Wochenausgabe: Korrekturgefahr steigt massiv an
Formationstrader I S. Grass - Indizes - 16.01.2018
In der vergangenen Woche setzte der Leitindex S&P 500 seine steile Aufwärtsbewegung weiter fort. Mit einem Wochenschluss bei 2.786 Punkten ist ein Test der 2.800er Marke in der vor uns liegenden Handelswoche sehr wahrscheinlich. Die Indikatoren befinden sich einheitlich im Bullenmodus. Der Trend ist ganz klar bullisch. Die Markttechnik ist jedoch recht stark überhitzt. Eine Konsolidierung auf aktuellem Niveau kann daher jederzeit starten. ... mehr

Bitcoin-Crash: Flieht Ihr Narren!
Formationstrader I H. Esnaashari - Forex - 16.01.2018
Bitcoin-Analyse: Flieht Ihr Narren! Oder lest den Chart Der Bitcoin testet erneut sehr scharf die Unterstützungen. Die Bullen sind jetzt in der „Bringschuld“. ... mehr

Wohin treibt der Bitcoin?
Stefan Böhm - Forex - 16.01.2018
Vielleicht haben Sie es gelesen. In Südkorea denkt der Justizminister darüber nach, den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten. Nun muss man wissen, dass Südkorea eine Hochburg des Bitcoins ist. Rund 15 Prozent des weltweiten Bitcoin-Handels findet in Südkorea statt. Ein Verbot hätte daher nicht nur großen symbolischen Charakter, sondern dürfte Bitcoin & Co. auch massiv schaden. ... mehr

Börsen-Kolumne: Platin bleibt weiter sehr interessant!
Stephan Feuerstein - Commodities - 16.01.2018
Während DAX & Co. in der ersten Börsenwoche nach einer ausgebliebenen Jahresendrally richtig glänzen konnten, hat die führenden Indizes die Dynamik mittlerweile komplett verlassen. Man darf daher gespannt sein, ob die freundliche Tendenz zum Jahresauftakt nur ein kurzes Strohfeuer war. Immerhin notiert der DAX nach wie vor innerhalb der im Oktober eröffneten Seitwärtstendenz. Hier wäre ein Ausbruch nach unten übrigens als oberes Trendwendesignal zu verstehen. ... mehr

DAX nur kurz im Plus – Dow Jones vor dem nächsten Tausender
CMC Markets - Marktberichte - 16.01.2018
Nur acht Handelstage brauchte der Dow Jones für den Weg von der runden Marke von 25.000 für die nächsten tausend Punkte, wenn heute nach dem Feiertag in den USA nichts mehr dazwischen kommt. Dieser Dynamik an der Wall Street konnte sich auch der Deutsche Aktienindex kurz nach Börsenstart nicht entziehen und wagte den Sprung nach oben. Aber genauso schnell wie es nach oben ging, folgte die Rückkehr in die Verlustzone. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<