Kolumnen & Analysen Devisen
Der EUR lugte mal wieder über die 1,31 EUR/USD
HSH Nordbank Research - Forex - 30.07.2010
Der Reigen positiver Stimmungsindikatoren für die Eurozone setzte sich gestern fort. Getrieben wurde die Stimmungsverbesserung von den drei größten Volkswirtschaften der Eurozone. Da es an guten Nachrichten aus den USA fehlt, konnte der EUR sogar die 1,31 EUR/USD kurzfristig überschreiten. Diese Marke hielt er allerdings nicht. Er war jedoch in der Lage, einen Teil seiner Gewinne zu verteidigen, so dass er sich nun deutlich über der 1,30 EUR/USD festgesetzt hat. So langsam spiegelt sich am Devisenmarkt wider, dass sich die US-Konjunktur eher auf dem absteigenden Ast befindet. Ungewöhnlich war in diesem Zusammenhang das Vorgehen des Chefs der St. Louis Fed, James Bullard, der aufgrund des anhaltend niedrigen Leitzinsniveaus vor einer Entwicklung in den USA warnte, die mit derjenigen in Japan vergleichbar sei. Um nicht in dieselbe Falle zu laufen, plädiert er für QE in Form des Ankaufs von Staatsanleihen. Dieses Vorgehen könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass sich die US Notenbanker noch stärker um die künftige wirtschaftliche Entwicklung der USA sorgen, als es bisher schon offensichtlich ist und dass sie sich nicht einig sind, was im Falle es erneuten Einbruchs der Konjunktur zu tun ist. Das sollte trotz aller Schuldenprobleme, die nicht nur die europäischen Peripherieländer haben, den EUR stärken.
Informationen über den Zustand der US Wirtschaft wird das BIP für das 2. Quartal liefern. Obwohl die Prognosen in den letzten Wochen sukzessive reduziert wurden, erscheint die aktuelle Konsensusprognose immer noch zu optimistisch zu sein. Vom privaten Verbrauch sollte man angesichts des Arbeitsmarktes und der Verschuldungssituation nicht viel erwarten. Der Außenbeitrag könnte sich importgetrieben zu einem zusätzlichen Belastungsfaktor entwickelt haben. Auch die beiden Stimmungsindikatoren – Chicago PMI und Uni Michigan – werden wenig Erfreuliches bieten. Das alles spricht dafür, dass der EUR gegen USD gut unterstützt bleibt.
Während des GBP gegen den USD von einem Hoch zum nächsten eilt, gibt es keinen einheitlichen Trend des GBP zum EUR. Konjunkturdatenseitig gab es gestern ein paar kleine Dämpfer, die einmal mehr belegen, dass die wirtschaftliche Erholung auf der Insel fragil ist. Vor diesem Hintergrund wird die BoE trotz besorgniserregender Preisentwicklung ihre Politik des günstigen Geldes fortführen.
Der CHF hat sich nicht nur gegen EUR, sondern noch stärker gegen den USD gefestigt. Letzteres könnte auf Bemerkungen eines Analysten einer Ratingagentur zurückzuführen sein, der die USA zur Vorlage nachhaltiger Pläne zur Reduzierung des Haushaltsdefizits aufforderte. Ansonsten sei das AAA-Rating gefährdet.
Trotz der jüngsten Leitzinserhöhung steht der Kiwi weiterhin unter Druck, was immer noch auf die Aussagen von einem Notenbanker zurückzuführen ist, wonach der Leitzinserhöhungszyklus erst einmal gestreckt werde.
Hinweis
Der Marktkommentar ist ein Auszug aus dem täglich erscheinenden Devisenbericht der HSH Nordbank. Den vollständigen Bericht und weitere Publikationen erhalten Sie auf HSH-Nordbank.de
Aktuelle Kolumnen & Analysen

The Energy Report - Demand Jam
Phil Flynn I PFGBEST - Commodities - 07.09.2010
Will disappointing holiday demand be the story or will a new wave of economic optimism generated by last week’s better than expected jobs report make the headlines? Companies did add more jobs than expected as non-farm private payrolls actually rose by 67,000. Forget that Chicken Little maybe the sky isn’t falling after all but with jobs still far from a pace that will get us back to normal I don’t think that there is reason to celebrate. I think the market may slip into a negative mode. Did the Labor Day holiday bail us out on the demand side? ... mehr

ETFs: Im Zweifel für Bluechips
Börse Frankfurt - Indizes - 07.09.2010
Marktbericht vom Handel mit Indexfonds
7. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit den seit dem vergangenen Mittwoch nach oben kletternden Aktienkursen steigt auch das Interesse an Indexfonds wieder. Die Umsätze zogen zuletzt an, wie Händler einhellig berichten. Von einer "sehr guten Woche" spricht etwa Eric Wiegand von der Deutschen Bank. "Die Volumina haben sich sehr erfreulich entwickelt", erklärt auch Andreas Bartels von der Commerzbank: "Wir hoffen, dass die Sommerflaute überstanden ist." ... mehr

Öl: Neues Kursziel - Nach unten korrigiert
M. Kiewitz I WH SelfInvest - Commodities - 07.09.2010
Der Ölmarkt sollte in dieser Woche seitwärts bis höher tendieren. Der Ölpreis könnte im günstigsten Fall sogar bis $77.00/bbl steigen.
Ein wenig Support erwarten wir uns vom Fortsetzen des Nachhalls der guten US-Arbeitsmarktzahlen vom vergangenen Freitag. Dieser sollte einhergehen mit einem potentiel weiter steigenden Aktienmarkt.
Weiterhin glauben wir allerdings, dass es Ölpreise schwer haben werden, über die Marke von $77.00/bbl zu steigen. ... mehr

Euwax-Trends am Vormittag: DAX tendiert etwas leichter
Börse Stuttgart - Indizes - 07.09.2010
Nachdem der NIKKEI-225-Index in Japan heute nach Gewinnmitnahmen bei 9.226 Punkten mit 0,85 Prozent im Minus schloss, tendierte auch der DAX am Vormittag leichter. Das deutsche Börsenbarometer lag bei 6.105 Zählern mit 0,8 Prozent im Minus.
In den USA wird nach dem gestrigen Feiertag „Labor Day“ heute wieder gehandelt. Nun warten die Marktteilnehmer auf den Auftakt der Börsensitzung dort.
Die Mehrheit der kurzfristig orientierten Marktteilnehmer setzt derzeit auf steigende DAX-Notierungen. Der Euwax Sentiment Index lag am Vormittag bei plus 25 Punkten. ... mehr

Kanadischer „Loonie“ weiter im Aufwind!
Dr. Detlef Rettinger - Forex - 07.09.2010
Während die Notenbanken in Australien, Japan und Großbritannien bei ihren Sitzungen in dieser Woche voraussichtlich nicht an der Zinsschraube drehen, könnte die Bank of Canada am Mittwoch den Leitzins von 0,75 auf 1,00 Prozent anheben. Kanada profitiert vom Rohstoffboom – und das nicht zu knapp. Die Wirtschaft hat sich gut erholt und die Bankenbranche blieb von der Finanzkrise weitgehend unberührt. Allerdings ist Kanada stark vom großen Nachbarn USA abhängig und dort schwächelt die Wirtschaft ja weiterhin. ... mehr

Eine Herbstrallye steht vor der Tür! (Gründe 4 und 5)
Florian Schulz - Indizes - 07.09.2010
In meiner gestrigen Kolumne habe ich Ihnen gezeigt, dass aktuell an der Börse so viel Pessimismus herrscht wie selten zuvor und wie stark die Ergebnisse der Unternehmen in den letzten Quartalen die Ergebnisse der Analysten schlugen. Zudem erklärte ich Ihnen warum ich aktuell soviel Übernahme- und Aktienrückkauffantasie sehe wie selten zuvor.
Heute werde ich Ihnen zwei weitere Gründe nennen, die für eine Herbstrallye sprechen. ... mehr

Global Market Brief Sept 7th Mid-Day GMT: Stocks, Commodities, Forex -EU Crisis Back Again
Cliff Wachtel I AVA FX - Forex - 07.09.2010
Overview: A classic EU sovereign debt/banking crisis fear inspired risk aversion day, slamming risk assets, especially the EUR. Sparked by a WSJ report that July bank stress tests understated PIIGS bond exposure. This is old new, but comes at a sensitive time as PIIGS seek to sell $80 bln in bonds and their bond and CDS rates are already at/near May crisis levels. Bond markets were already nervous, and now may make new bond sales more expensive yet. ... mehr

Verbesserte Marktstimmung währt nicht lange: Als sicher geltende Anlagewährungen - USD, CHF - profitieren
HSH Nordbank Research - Forex - 07.09.2010
Lange hat die verbesserte Marktstimmung aufgrund des freundlicheren USArbeitsmarkberichtes, die EUR/USD bis auf Niveaus von über 1,29 getrieben hat, nicht angehalten. Gestern war schon wieder Schluss damit, und vermeintlich sichere Anlagewährungen wie der USD oder der CHF konnten profitieren. Diese Tendenz hat sich heute Morgen weiter fortgesetzt. EUR/USD notiert knapp unter 1,28 und EUR/CHF ist erneut unter die Marke von 1,30 gefallen. ... mehr

Doppelter Antrieb für Australischen Dollar
Torsten Gellert I FXCM - Forex - 07.09.2010
„Der australische Dollar hat derzeit doppelten Rückenwind. Die Chancen stehen gut, dass das Währungspaar AUD/USD in absehbarer Zeit an das Niveau anknüpfen kann, das es vor der Weltwirtschaftskrise hatte“, so eine Einschätzung von Torsten Gellert, Managing Director von FXCM Deutschland. „Einerseits profitiert die Währung von der guten Wirtschaftslage in Australien. Jetzt kommt hinzu, dass die Risikoneigung im Markt zurückgeht. Das schwächt den US-Dollar und beflügelt den Wechselkurs.“ ... mehr

Gewinnmitnahmen auf dem Frankfurter Parkett
X-Trade Brokers - Indizes - 07.09.2010
Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Handelstage dominieren Gewinnmitnahmen das Frankfurter Börsenparkett. Demnach sind zur aktuellen Stunde viele Anleger angesichts leicht rückläufiger US-Futures und einem wieder schwächeren Euro bereit, das Kursniveau zu nutzen, um Anteilsscheine auf dem Markt anzubieten. Der deutsche Leitindex DAX gibt 15 Minuten nach Handelsstart 0,5 Prozent nach und tendiert bei einem Stand von 6.126 Punkten. Deutliche Impulse erwarten Marktteilnehmer erst, wenn die US-Börsen heute Nachmittag nach dem langen Wochenende wieder den Handel aufnehmen. ... mehr




