Kolumnen & Analysen Devisen
Enttäuschende US-Fundamentaldaten haben Märkte am Mittwoch belastet
Forexyard Research - Forex - 29.07.2010
Eine Vielzahl bedeutender Fundamentaldaten aus den USA wurden am gestrigen Mittwoch veröffentlicht. Investoren zeigten sich ernüchtert und reagierten mit einer Abkehr von Risikoanlagen. Bereits zur Mittagsstunde um 14:30 Uhr enttäuschte das Ergebnis zum US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Juni die Marktteilnehmer gefolgt vom Beige Book der US-Notenbank Federal Reserve um 20:00 Uhr, das höchstenfalls eine moderate Verbesserung der Wirtschaftsaktivität in den USA verdeutlichte. Insgesamt bleibt die Anlegerstimmung angespannt. Die Sorge um eine nachhaltige Konjunkturerholung in den Vereinigten Staaten dominiert nach wie vor die Märkte.
USD - EU-Kreditsorgen von trostlosem US-Konjunkturausblick überschattet
Ein weiteres Mal enttäuschten gestern die veröffentlichten Fundamentaldaten aus den USA die Händler. Anleger zeigten sich ernüchtert und reagierten mit einer Abkehr von Risikoanlagen. Dabei konzentrierten sie ihre Investitionen auf Safe-Havens wie JPY und USD. EUR/USD gab im Anschluss an die Datenveröffentlichungen leicht nach und auch USD/JPY wertete ab. Letzteres handelt aktuell bei $87,22, denn für viele Händler ist der Yen gegenwärtig die sicherste Anlage. Das britische Pfund Sterling setzte seinen Aufwärtstrend gegen den US-Dollar fort.
Laut US-Handelsministerium ist der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA im Juni überraschend gesunken. Die Orders gingen im Vormonatsvergleich um 1,0% auf $190,5 Mrd. zurück. Experten hatten mit einem Zuwachs von 1,1% gerechnet. Die entmutigenden Zahlen weisen auf eine nachlassende Dynamik in der Industrie hin, dennoch sei ein Rückfall in die Rezession nicht zu erwarten, so Analysten. Eher unbeeindruckt zeigten sich die Märkte nach Veröffentlichung des Beige Book der US-Notenbank Federal Reserve. Dieses zeichnete ein eher durchmischtes konjunkturelles Bild. Insgesamt ist die Wirtschaftsaktivität in den USA laut Umfrage der US-Notenbank im Juni im Großteil der US-Distrikte gestiegen, wenn auch lediglich moderat. Die US-Arbeitsmarktslage wurde indes im Ganzen günstiger beurteilt.
Heute sollten Händler insbesondere die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der letzten Woche im Auge behalten. Sollte das Ergebnis unter den Erwartungen der Analysten liegen, könnte sich der aktuelle USD-Trend intensivieren und dem Dollar weiter Auftrieb bringen.
EUR - Jüngste Euro-Rallye verliert an Schwung
Die jüngste Rallye des Euro gegen die Hauptwährungen kam gestern vorübergehend zum Stillstand, nachdem wiederholt enttäuschende US-Konjunkturdaten die Sorgen um eine nachhaltige Erholung der globalen Konjunktur die Stimmung an den Märkten eintrübte.
EUR/USD gab im Laufe des Handelstages leicht nach. Das Tagestief wurde bei 1,2968 ausgegeben. Das Cross konnte einen Teil der Kursverluste bis Schließung der Märkte ausgleichen und handelt aktuell bei 1,3010. EUR/USD schien am Mittwoch ohne eindeutige Ausrichtung überwiegend seitwärts um die 1,30er Marke zu tendieren. Für EUR/JPY wiederum waren deutliche Zeichen einer bevorstehenden Kurskorrektur zu erkennen. Die Kursgewinne der letzten 5 Handelstage fanden gestern ein Ende, nachdem das Währungspaar ein neues 11-Wochen-Hoch markierte. Technisch gesehen, ergeben sich hier in den kommenden Tagen womöglich Abwärtstendenzen.
Heute sollten EUR-Händler unbedingt Großbritanniens Hauspreisindex (Juli) um 8:00 Uhr sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten (Juli) der Bundesagentur für Arbeit um 09:55 Uhr aufmerksam verfolgen. Positive Ergebnisse könnten die Marktstimmung etwas aufhellen und somit GBP und EUR wieder stützen.
JPY - Safe-Haven-Status stützt Yen
Der JPY wertete am Mittwoch gegen den US-Dollar auf, nachdem in den Vereinigten Staaten die Angst der Investoren vor einem Rückfall in die Rezession angesichts der anhaltend enttäuschenden US-Konjunkturdaten erneut wächst. Japans Yen wurde von Händlern gegenüber dem ebenfalls als Safe-Haven-Währung geltenden Greenback eindeutig bevorzugt. Der japanische Yen zog gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen an. Japans Regierung erfreut sich an der Stärke der Landeswährung eher weniger, da diese bei Rückführung den Wert der Auslandsumsätze japanischer Unternehmen senkt.
Ein starker Yen lässt die Sorge um Japans Exporteure und die Wirtschaftslage des Inselstaats aufleben, wenn die Preise japanischer Ausfuhrprodukte für ausländische Abnehmer steigen und die Gewinne im Ausland gleichzeitig schwinden. Somit erhöht sich erneut der Druck auf die Regierung möglicherweise zu intervenieren. Schließlich war der Yen in den vergangenen Monaten die am besten performende Währung aller Industriestaaten.
JPY-Händler sollten heute die $86,88-Unterstützung gut im Auge behalten. Fällt USD/JPY unter diese Marke, könnte zusätzlicher Verkaufsdruck entstehen. Sollte der USD für einen längeren Zeitraum unter 85 Yen rutschen, ist ein Eingreifen seitens der japanischen Regierung nicht auszuschließen, so viele Händler.
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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Bonds Weekly: Bund-Future leitet Seitwärtsbewegung ein - „Beige Book“ bestätigt moderates Wachstum in den USA
Börse Stuttgart - Bonds - 10.09.2010
Rentenreport der Börse Stuttgart KW 36 (06.09. bis 10.09.2010)
Wie in der Vorwoche haben in den vergangenen Tagen über den Erwartungen liegende Konjunkturdaten aus den USA für einen zunehmenden Geldstrom in die Aktienmärkte gesorgt. Der Bund-Future konsolidiert deshalb auf hohem Niveau.
Aufgrund des Feiertages "Labor Day" blieben die US-Börsen am Montag geschlossen. Deshalb plätscherte auch der Handel in Europa ruhig dahin. ... mehr

Euwax-Trends am Nachmittag: Gerüchte belasten Deutsche-Bank-Aktie - Börsianer spekulieren über milliardenschwere Kapitalerhöhung
Börse Stuttgart - Indizes - 10.09.2010
Deutliche Kursverluste der Deutsche-Bank-Aktie zogen heute auch den DAX nach unten. Das deutsche Börsenbarometer notierte am Nachmittag bei 6.200 Zählern mit 0,3 Prozent im Minus. Entscheidende Konjunkturdaten stehen heute nicht mehr auf dem Programm.
Kurzfristig orientierte Derivateanleger agierten sehr zurückhaltend. Der Euwax Sentiment Index pendelte bei vergleichsweise niedrigen Umsätzen im Bereich der Nulllinie. ... mehr

Anleihen: Abwärtstrend der Bund-Renditen gebrochen
Börse Frankfurt - Bonds - 10.09.2010
Marktbericht vom Rentenhandel
10. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Von einer „sehr bewegten Woche“ spricht ein Händler der Hellwig Wertpapierhandelsbank. Die Risikoprämien für Staatspapiere einiger EU-Peripherieländer waren zwischenzeitlich heftig gestiegen. Plötzlich hätten Anleger ihr Augenmerk wieder auf die Gefahren der überbordenden Verschuldung gerichtet, erläutert Klaus Stopp von der Baader Bank. Auslöser war die avisierte Abwicklung der verstaatlichten Anglo Irish Bank Anfang der Woche, wie er ausführt. ... mehr

Hüfners Wochenkommentar: Angst vor der Konjunktur in Amerika?
Börse Frankfurt - Indizes - 10.09.2010
10. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Keiner traut dem Frieden mit der Konjunktur. Das zweite Quartal war in puncto Wachstum in Europa zwar gut (+ 4 % Jahresrate), aber die meisten haben Angst, dass sich dies nicht so fortsetzt. Sie schauen auf die USA, wo die Wirtschaft eher dahin dümpelt. Sie beobachten die Befürchtungen einer neuen Rezession. Und sie sehen die schwächere Wall Street und die Deflationssorgen an den US-Bond-Märkten. Wird der Euroraum nicht früher oder später doch von der größten Volkswirtschaft der Welt nach unten gezogen? ... mehr

The Energy Report - The Buck stops
Phil Flynn I PFGBEST - Commodities - 10.09.2010
President Truman used to have a sigh on his desk that the buck stops here. President Obama should have one that says the buck stops with the last administration. If you are going to solve the problem you have to admit you have a problem yet the entire Democratic Party is lost in this sense of what I would call arrogant denial. In fact in some cases it is downright scary. Did anyone see that interview with Harry Reid that sad that he had nothing to do with the bad economy? ... mehr

The Nemenoff Report - Bonds Lower, S&P's Higher, Silver Higher
Marc Nemenoff I PRICE Group - Commodities - 10.09.2010
Financials: Dec. Bonds are currently 13 lower at 130’06. This market is now below last Friday’s low after the Jobs Report. Technically the next level of support is the 129’22 level, a level where I will be willing to try the long side of the market for short a term trade. For the near term resistance is currently the 131’15 level. Keep in mind the yield for the 30 Yr. Bond is still below the 4% level and the 10 Yr. Note below the 3% level. Just an aside from what I’ve been hearing “on the street”, a Republican victory in mid-term elections will be bullish for stocks and bearish for Bonds. ... mehr

Daily Commodities Update: Gold
autochartist.com - Commodities - 10.09.2010
With the 30-minute chart of Gold currently in distribution, confirmed by the four-bar Initial Trend reading, expect exhaustion at the 1250 level. The Channel Down pattern alert is indicating that there will be selling pressure waiting at the upper line of the pattern. The overall trend has been down, despite the recent move higher from 1243, and because prices have not yet been able to rally higher through the resistance of the Channel Down, there is still a bearish trend in intraday Gold. ... mehr

Daily Forex Update: AUD/USD
autochartist.com - Forex - 10.09.2010
The 15-minute AUD/USD is still maintaining a slight bullish sentiment as prices on the daily chart test the highs from May. The intraday rally is still maintaining enough buying support to remain above 0.9200 which was tested during the middle of the Friday Asian trading session. Look for the 15-minute Rising Wedge reversal to be bought into after the initial drop and at the Autochartist Forecast between 0.9235 and 0.9222. The short-term intraday uptrend will continue if the top of the Forecast region turns out to be an area of support. ... mehr

Leichte Kursverluste am deutschen Aktienmarkt
X-Trade Brokers - Indizes - 10.09.2010
Auf dem deutschen Aktienmarkt verzeichnet der DAX zur Mittagsstunde leichte Kursverluste. Demnach gibt der Leitindex gegen 13:15 Uhr um knapp 0,4 Prozent auf einen Stand von exakt 6.200 Punkten nach. Ursache für die leicht negative Tendenz sind vor allem die Kursverluste der Anteilsscheine der Deutschen Bank, welche zum selben Zeitpunkt ein deutliches Kursminus von 4,9 Prozent verzeichnen. Medienberichten zufolge plant die Frankfurter Großbank schon in der kommenden Woche eine Kapitalerhöhung im Umfang von 8 bis 9 Milliarden Euro. Dies lässt Spekulationen offen wofür die Bank das Geld benötigt. ... mehr

Bond Market Perspectives - USA - 10. September
HSH Nordbank Research - Bonds - 10.09.2010
Mit den näher rückenden mid term elections steigt die Nervosität der Demokraten. Selbst der etwas besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktbericht sowie die Korrektur der Vormonatswerte hin zum Besseren haben keinen Optimismus aufkommen lassen, denn die Zahl der neu geschaffenen Stellen im privaten Sektor reicht bei weitem nicht aus, um die Arbeitslosenrate zurückzuführen. So fürchten die Demokraten, glaubt man den zahlreichen Meinungsumfragen, ihre Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus zu verlieren. ... mehr




