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Was bewegt die Kurse?
Grundlagen Forex

[devisen-trader.de] - Im Prinzip gibt es nur eine Möglichkeit zur Erklärung von Devisenkursen, das ist die des Zusammenspiels von Angebot und Nachfrage. Diese beiden Kräfte entscheiden, in welche Richtung sich der jeweilige Devisenkurs bewegt.
Wer also Devisenkurse prognostizieren will, der muss Vorhersagen über die Entwicklung von Angebot und Nachfrage nach den jeweiligen Währungen treffen.
Dieser Hinweis – so selbstverständlich er auch klingen mag – ist deswegen so wichtig, weil vor allem fundamentale Analysten sich immer fragen müssen, ob der Theorie-Ansatz, den sie gerade verfolgen, wirklich das aktuelle Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage erklärt.

Angebot und Nachfrage
Als Beispiel mag hier der Hinweis dienen, dass die jahrelangen Handelsbilanzdefizite der USA seit Mitte der 90er Jahre von vielen Analysten als Grund dafür angeführt wurden, dass der US-Dollar abwerten müsste.
Denn: Der Importüberschuss muss ja irgendwie bezahlt werden, was dazu führt, dass das Angebot von US-Dollar an den internationalen Devisenmärkten ständig steigt. Doch der US-Dollar wertete nicht ab, im Gegenteil.
Der Grund: Angebot und Nachfrage nach US-Dollar wurden weniger von den Handelsströmen bestimmt, als vielmehr von den Kapitalströmen. Entscheidend für den Wechselkurs war daher der ständige Zustrom von Anlagegeldern aus dem Ausland in die USA.
Dadurch wurde das Defizit in der Handelsbilanz mehr als wettgemacht. Erst als die Aktienmärkte in den USA in den letzten Jahren einbrachen und es für ausländische Anleger zunehmend unattraktiv wurde, in den USA zu investieren, sank die Nachfrage nach US-Dollar. Und erst dann spielte auch das Handelsbilanzdefizit für die Erklärung von Angebot und Nachfrage nach US-Dollar wieder eine wichtige Rolle.

Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht genügt, eine einzelne fundamentale Erklärung für den Wechselkurs heranzuziehen, man muss immer verschiedene Ansätze im Blick haben.

Der Cross-Rate-Effekt
Daneben ist es auch wichtig, auf die Cross-Rate-Effekte zu achten. Steigt z.B. der Wechselkurs EUR/USD an, d.h. der Euro wertet gegenüber dem US-Dollar auf, und der Wechselkurs USD/JPY bleibt gleichzeitig unverändert, dann steigt auch der Wechselkurs EUR/JPY an.
Das heißt: Der Euro wertet gegenüber dem Yen auf, obwohl sich im Verhältnis beider Währungen direkt nichts geändert hat. Einziger Grund für die Veränderung ist der Cross-Rate-Effekt aus der Aufwertung gegenüber dem US-Dollar.

Quelle: (c) devisen-trader.de - Auszug aus "Schnellkurs Devisen" - 38 Seiten PDF

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